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Interaktive Lichtinstallation: Persönliche Message auf Knopfdruck

Vom 29. Oktober bis 2. November 2020 sollte in St. Gallen eigentlich das neue Digitalfestival „Sankt Elektronika“ stattfinden.

Geplant war ein vielfältiges Programm – mit Kunstinstallationen, Workshops und Bühnenprogramm. Hier kam jedoch leider die inzwischen wieder verschärfte Corona-Lage dazwischen, die eine Absage des Festivals unausweichlich machte. Allerdings gab es ein Projekt, das aufgrund seiner spezifischen Ausrichtung trotz allem dem Publikum präsentiert werden konnte: die interaktive Lichtinstallation „5×14“ des Designstudios Lucid – Büro für kollektive Neugierde aus Zürich. Sie hätte ursprünglich Teil der „digitalen Spielwiese“ sein sollen, dem Herzstück des Festivals, das an fünf Standorten in der St. Gallener Innenstadt innovative Installationen vorgestellt hätte. So gab es jetzt aber ein Highlight, das direkt die Blicke direkt auf sich zog. Bei „5×14“ handelte es sich um eine Reihe von fünf Boxen mit darauf befestigten LED-Panels im Eingangsbereich des Rathauses. Es waren fünf große Vierzehnsegmentanzeigen sichtbar, daher der Name „5×14“. Der Clou: Über eine spezielle Website ließen sich die darauf angezeigten, leuchtenden Buchstaben verändern und so neue Wörter bilden. Zu sehen war das Ganze am Ende länger als geplant: vom 29. Oktober bis zum 12. November 2020. Für die Rahmenkonstruktionen der Boxen kam Profiltechnik aus dem item MB Systembaukasten zum Einsatz.

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Kontaktlose Interaktion für beeindruckende Impressionen

Das Designstudio Lucid, das sich als hierarchieloses Kollektiv versteht, hat sich auf Interaction Design spezialisiert. In ihrem Verständnis ist diese Disziplin nicht allein auf reine Webprojekte beschränkt, sondern auch auf die Einbeziehung von realen Räumen und den Möglichkeiten, die Technologien dem Menschen bieten, um diese zu verändern. Als die Anfrage des Festivals kam, ob man innerhalb eines Monats ein Projekt beisteuern könnte, hatte man schnell geeignete Ideen beisammen. Da die Zürcher Designer ohnehin gerne Lichtinstallationen entwerfen und direkt die Kontaktbeschränkungen in Corona-Zeiten im Blick hatten, kam eines zum anderen: „Wir verfügten bereits über einige LED-Panels und haben Tests gemacht, ob sie sich über eine Website ansteuern lassen. Das hat sehr gut funktioniert. Und wenn die Leute die Website mit ihrem Smartphone ansteuern, ist das ja in der heutigen Zeit ideal. Ein Knopf, den alle anfassen, wäre ja undenkbar“, sagt Marco Ehrenmann, Interaction Designer bei Lucid.

Man hat für uns sehr schnell eine stabile Konstruktion gebaut. Die Zeit war mit einem Monat wirklich sehr knapp, aber das Engagement unseres Ansprechpartners bei item Schweiz war hervorragend.

Auf der besagten Website konnten die Nutzer einzelne Buchstaben eingeben und sich somit für kurze Zeit am St. Gallener Rathaus verewigen. Ermöglicht wird dies durch ein Lichtsteuerprotokoll, das mit einem Computer vor Ort verbunden ist, der wiederum von der Website und einem entsprechenden Server seine Informationen erhält. Ausgegeben werden die visuellen Informationen dann von den LED-Panels. Befestigt sind diese jeweils an Grundgestellen aus Aluminiumprofilen von item. Nachdem Herr Ehrenmann bei einem anderen item Kunden Profiltechnik aus Solingen in Aktion erlebt hatte, war er rasch überzeugt, dass dies die richtige Lösung für die interaktive Lichtinstallation „5×14“ ist. „Man hat für uns dann sehr schnell eine stabile Konstruktion gebaut. Die Zeit war mit einem Monat insgesamt wirklich knapp, aber das Engagement unseres Ansprechpartners bei item Schweiz war hervorragend. Er hat sich sehr ins Zeug gelegt, um uns das zu ermöglichen“, berichtet Marco Ehrenmann. Neben den Faktoren Stabilität und Kundenservice schätzt Lucid auch die Modularität und Flexibilität unserer Profile: Größere Projekte auf Basis von „5×14“, das eine Art Proof of Concept darstellt, sind bereits angedacht. Vorhandene Strukturen können dafür leicht angepasst und erweitert werden.

Mit dem Smartphone ließen sich die Buchstabenfolgen spielend leicht verändern (Foto:  Lucid GmbH).

Interaktive Lichtinstallation mit speziellen Wörterlisten

Eine interaktive Lichtinstallation an einem repräsentativen Gebäude bringt jedoch auch gewisse Herausforderungen mit sich. Wie verhindert man, dass jemand Wörter eingibt, die hier nichts zu suchen haben? Dafür fand man eine praktikable Lösung: Jede neu eingegebene Zeichenkombination wurde mit einer Liste mit „verbotenen Wörtern“ abgeglichen. Diese setzte sich aus ungefähr 12.000 Wörtern zusammen – Schimpfwörtern aus den fünf meistvertretenen Sprachen im Kanton St. Gallen. Es gab jedoch auch eine Liste mit positiv besetzen Begriffen wie „Liebe“ oder „Pizza“, deren Eingabe mit einem grünen Leuchten belohnt wurde. Nicht nur deswegen schätzten viele Besucher die Installation, wie Herr Ehrenmann betont: „Die Reaktionen des Publikums waren sehr gut. Es ist eben ein Hauch von Magie, wenn man mit seinem kleinen Smartphone etwas Größeres verändern kann, nahezu in Echtzeit.“ Und Staunen ist doch gerade in dieser dunklen Jahreszeit etwas Wunderbares.

Die interaktive Lichtinstallation „5×14“ sorgte bei den Besuchern sichtlich für gute Laune (Foto:  Lucid GmbH wearelucid.ch).

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